Rückblick Dezember

Irgendwie habe ich mich auf den Dezember gefreut, aber dann war ich gar nicht so richtig in Weihnachtsstimmung. Keine Ahnung. Mag daran gelegen haben, dass ich die Kiste mit Weihnachtsdeko bis zum Schluss nicht gefunden habe. Es stehen einfach noch zu viele Umzugskartons unberührt im Wintergarten. 

Mag auch daran gelegen haben, dass die ersten Tage noch voll waren mit Renovierungsarbeiten. Das Atelier bekam eine Wärmepume – yeah! Ab dem Moment wurde es endlich warm und es machte deutlich mehr Spaß weiterzumachen.

Immerhin gab es selbstgebackenen Kekse – zum dritten Advent – und ein paar Kerzen fanden sich dann auch noch. Eigentlich wollte ich auch gerne so einen leuchtenden Stern aufhängen, wie sie in fast allen Häusern hängen. Gekauft hatte och sogar schon einen im Oktober. Nur war mir nicht klar, dass die Beleichtung nicht Teil des Pakets war. So habe ich das Besorgen eines passenden Lämpchens so lange aufgeschoben, bis schließlich – ja, ich gebe es zu – Neujahr war. Da hatte sich das dann auch erledigt. Zu meine Entschuldigung kann ich vielleicht sagen, dass ich nicht so der Deko-Typ bin. Ich mag zwar den Geruch von Tannenzweigen, Kerzen und Keksen zur Weihnachtszeit, aber Sternchen und Engelchen und weihnachtlichem Krimskrams kann ich nicht so viel abgewinnen. So verlief der Dezember zumindest bei uns nahezu dekofrei.  Gemütlich war es trotzdem. Dafür sorgt schon die frühe Dunkelheit.

Mehr Weihnachtsstimmung gab es auf den Weihnachtsmärkten. Die gibt es hier nämlich auch. In unterschiedlichen Gemütlichkeitsabstufungen. Ich mag die Märkte, die auf kleineren Bauernhöfen veranstaltet werden, am liebsten. So wie beim Weihnachtsmarkt auf dem Källunge Gård. Leider war es an dem Wochenende etwas nass-kalt. Die Stände mit Tannendeko, Kerzen, Schaffellen und Gebäck standen im Innenhof. Im Stall, in den einzelnen Boxen, zeigten Aussteller:innen Handgemachtes von Strickwaren bis Keramik. Sehr nett und eigentlich sehr gemütlich.

Klar, Lucia habe ich natürlich auch nicht verpasst. Naja, irgendwie schon, denn an Lucia war hier so ein krasses Glatteis, dass ich nicht nach Visby gefahren bin , um mir dort an der Domkirche den Umzug und die Feierlichkeiten anzusehen. Stattdessen habe ich mich mit Lcia in der Glotze begnügt. SVTplay überträgt jedes Jahr live den Luciaumzug aus einer anderen Stadt in Schweden.  Schön kitschig. Wen es interessiert: Hier ist der Link.

Anfang des Monats hatte ich bei ICA noch die diversen Sorten Glögg gesehen. Glögg ist der Glühwein hier. Kennt man ja auch von Ikea 😉 Aber hier gibt es noch mehr Sorten. Richtig spannend fand ich die Sorte Winterapfel & Safran. Blöderweise habe ich ihn nicht gleich gekauft und so war er wenige Tage später ausverkauft.

An Heilig Abend haben wir erst einen Ausflug nach Fårö gemacht und später etwas aufwändiger gekocht. Es gab Lammtopf. Hier auf der Insel gibt es so viele Höfe, die eigene Schafe haben und Schafprodukte verkaufen, dass wir gerne mal Lammfleisch probieren wollten. Bei unseren Kochkünsten ist zwar noch Luft nach oben, aber lecker wurde der Lammtopf schließlich trotzdem. 

Lange schon wollte ich gerne mal ein Lagerfeuer im Garten machen. An Silvester war es dann so weit. Ich muss zugeben, ich habe noch nie im Garten ein Lagerfeuer gemacht. War super. Prompt fing es an zu schneien. Das war speziell und verkürzte am Ende das gemütliche Sitzen am Feuer deutlich. Machte aber nichts. Drinnen stand der Sekt kalt und das neue Jahr mit Schnee zu beginnen, ist eine fantastische Aussicht, finde ich.

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